Das Wesen der Erfindung

Symposium 2013

Die Vorstellung, dass Erfindungen wie Blitze vom Himmel zucken, hat sich in den Köpfen
der Menschen fest verankert. Es scheint, als sei der Geistesblitz als Synonym für
Erfindungsgeist nur wissenschaftlich Forschenden vorbehalten. Stattdessen erfindet jeder
von uns tagtäglich unbemerkt kreative Lösungen für seine Alltagsprobleme. Wir erfinden
unsere Umwelt immer wieder aufs Neue.

Ein bislang unterschätzter Zugang zur Umweltgestaltung liegt gerade in den Bereichen Kunst
und Landschaftsarchitektur. Das Erfinden von neuen Herangehensweisen an Landschaft spielt
angesichts massiver globaler Umweltveränderungen eine immer wichtigere Rolle, und es zeigt
sich, dass das Erfinden nicht nur mehr Technikern und Naturwissenschaftlern vorbehalten ist.

Landschaftswahrnehmung muss situationsbedingt erlernt und der gestalterische Zugang zur
Wahrnehmung von Umwelt muss immer wieder neu erfunden werden. Erfindungen bewegen
sich dabei grundsätzlich in einem ambivalenten Spannungsfeld zwischen Unsicherheit, Wissen
und Nichtwissen, Präzision und Offenheit und zwischen Theorie und Praxis.

Was ist das Wesen der Erfindung?
Wo entspringen Ideen für Erfindungen?
Wie kommt Neues in die Welt?

Gert Heidenreich
Dr. Wolfgang Morawek
Prof. Dr. Klaus Mainzer
Prof. Dr. h.c. Bernard Lassus

Am 6. Dezember 2013 waren vier renommierte Gäste aus dem In- und Ausland geladen, sich
dem Wesen der Erfindung anzunähern. Zu Gast waren:

Hier finden Sie das detaillierte Programm zum Symposium

Konzeption: Sonja Weber
Sponsoren:
Fakultät für Architektur und Studienfakultät für Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung

| Udo Weilacher | Einführung
| Wolfgang Morawek | Die erfinderische Tätigkeit
| Klaus Mainzer | Wie das Neue in die Welt kommt
| Gert Heidenreich | Wie man Geschichten erfindet
| Bernard Lassus | Die erfinderische Analyse

Vortrag von Bernard Lassus auf französisch. Übersetzung von Philip Denkinger.

Podiumsdiskussion

Gäste: Wolfgang Morawek, Bernard Lassus, Gert Heidenreich
Moderation: Udo Weilacher, Sonja Weber
Übersetzung: Philip Denkinger